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Nachrichten vom 22.07.2010 um 08:08 Uhr

Saterländer Reisegruppe in Afrika

Mit der Bundeskanzlerin im Stadion

Reise Fußballbegeisterte Saterländer zur WM in Südafrika – Sie bringen viele positive Eindrücke zurück

Mit Marc Landwehr aus Holdorf (Vierter von links) besuchten Elisabeth von Höfen (v. li.) Burkhard Schröder, Bernhard Dannebaum, Wilfried Dannebaum, Anne Hüntling und Ingo Wilkens das Kap der Guten Hoffnung.

 

Eine Saterländer Reisegruppe hat sich einen großen Traum erfüllt: Sie flogen zu den Weltmeisterschaftsspielen nach Südafrika.

von Mirja Zipfel

Ramsloh - Wenn sechs Saterländer eine Reise unternehmen, dann kann sie das schon mal bis ins 9100 Kilometer entfernte Südafrika führen. Vier Jahre lang haben Bernhard und Wilfried Dannebaum, Ingo Wilkens, Elisabeth von Höfen, Burkhard Schröder und Anne Hüntling monatlich einen festen Betrag auf ein Konto des ReiseSparClubs eingezahlt, um sich ihren Traum von der WM zu verwirklichen.


Land voller Kontraste
Was andere nur von der Mattscheibe her kennen, haben sie vom 24. Juni bis zum 9. Juli hautnah miterlebt. Standen mit Angela Merkel im Stadion, feierten Schulter an Schulter mit englischen, argentinischen und spanischen Fans, besuchten weiße Strände und genossen die atemberaubend schöne Aussicht am Tafelberg. „Südafrika ist ein Land voller Kontraste“, schwärmt Bernhard Dannebaum, Kassenwart beim Sportverein Blau-Weiß Ramsloh. „Es gibt Weinberge, üppige Vegetation, Steppenlandschaften. Und natürlich Elendsviertel“, fügt er hinzu.

Die Schattenseiten des ehemaligen Apartheidstaates sind der fußballbegeisterten Reisegruppe nicht entgangen: Wellblechhütten in den Townships, elternlose Kinder und Häuser von Weißen, die „stärker bewacht werden als Bundeswehrkasernen“, haben die vier Männer und zwei Frauen auf ihrer Reise ebenfalls wahrgenommen. Mehr noch: „Wir wollten das sehen, haben uns bewusst dafür entschieden, das Apartheidsmuseum in Pretoria aufzusuchen“, erklärt der ehemalige Berufssoldat Bernhard Dannebaum. Auch wenn der sportliche Charakter dieses 16-tägigen Aufenthalts im Vordergrund stand – eine Hochglanzreise wie aus dem Katalog sollte es unter keinen Umständen werden.

Und wurde es auch nicht. Denn viele Ereignisse trafen die Sechsergruppe völlig unvorbereitet. Wie zum Beispiel jener Moment, als der DFB-Tourbus neben ihnen am Kap der Guten Hoffnung hielt und lauter Spielerfrauen ausstiegen. Oder, als eine Reporterin des ZDF in Durban vor den sechs Saterländern stand und sie im Rahmen der WM-Berichterstattung interviewen wollte. Zu Krake Paul und der allgemeinen Stimmung vor Ort befragt, konnten sich dann auch die Familienangehörigen in der fernen Heimat davon überzeugen, dass es den Abenteurern gut ging.

Bleibende Erinnerungen
„Nein, Angst hatte meine Frau keine um mich. Während meiner Zeit bei der Bundeswehr war ich auch im Kosovo im Einsatz“, sagt Bernhard Dannebaum.

Vorsicht war trotzdem geboten. „In das Township bei Kapstadt sind wir natürlich nicht einfach so hinein spaziert. Das ging nur mit einer begleiteten Führung.“ Beklemmend sei dieser Besuch gewesen. Aber auch ein Ort voll mit afrikanischer Lebensfreude.

Neben all den Postkartenmotiven und den großartigen Fußballspielen, die die WM-Touristen in Durban, Bluefontain und Kapstadt vorfanden, seien die Begegnungen mit den Einheimischen die wirklich bleibenden Erinnerungen: „Hat man sich als Deutschland-Fan bekannt, konnte es passieren, dass die Menschen stehenblieben und einen spontan zum Singen und Tanzen aufforderten“, blickt Bernhard Dannebaum auf die aufregende Zeit in Afrika zurück.

 

BESUCH BEI FUSSBALLBEGEISTERTEN KIDS IM TOWNSHIP 

 

Bernhard Dannebaum und die anderen fünf Saterländer besuchten ein Kinderheim in einem Township nahe Kapstadt.Geschenke hatten die Saterländer bei der Reise mit im Gepäck. Als sie ein Kinderheim in einem Township nahe Kapstadt besuchten, überreichten sie den Kids einen Original DFB-Fußball und einen Satz mit Trikots. Der Ball war einer von 1000, die der DFB den Saterländern anlässlich eines Aktionstages gesponsert hatte. Er soll nun eine tragende Rolle in Afrika spielen – und Glück bringen.

 



 



Quelle: Bernd Dannebaum

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